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Kurzinfo

Prägend für die deutschsprachige SF

 Komplette Bibliographie

Hans Joachim Alpers

Hans Joachim Alpers gehört zu den wichtigsten Autoren und Herausgebern der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy: Seit den späten 60er Jahren wirkte er als Lektor und Herausgeber in verschiedenen Verlagen; parallel dazu schrieb er zahlreiche Romane und Erzählungen, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden. Der Roman "Nekrogenesis", der im Januar 2008 als Taschenbuch erscheinen wird, ist sein erster Beitrag für die PERRY RHODAN-Serie.

Der 1943 in Bremerhaven geborene Hans Joachim Alpers machte sich sehr früh einen Namen in der Science-Fiction-Szene: In den 60er Jahren - noch während des Studiums - begann er damit, die kritische Fachzeitschrift "Science Fiction Times" herauszugeben. Das Heft prägte die Diskussion um die phantastische Literatur der 60er und 70er Jahre; zahlreiche Kritiker und Autoren sammelten hier ihre ersten Erfahrungen.

Seit 1969 fördert Alpers als Lektor und Herausgeber "seine" Art der Science Fiction. Anfangs stellte er Anthologien zusammen, in denen er herausragende fantastische Literatur präsentierte. Ende der 70er Jahre baute er für den Verlag Droemer Knaur dessen Science-Fiction-Programm auf, in den 80er Jahren war er für die fantastische Literatur bei Moewig verantwortlich. 1984 gehörte er zu den Mitbegründern des Rollenspiels "Das Schwarze Auge", bis heute das erfolgreichste und umfangreichste Fantasy-Spiel in Deutschland.

Im Lauf der Jahre entstanden zudem zahlreiche eigene Erzählungen und Romane. Anfangs schrieb Alpers unter Pseudonymen wie Mischa Morrison - unter anderem verfasste er die Jugendbuchreihe "Raumschiff der Kinder" und den "Tantalus-Zyklus". Für seine drei Romane zum "Shadowrun"-Universum, die ein Deutschland in naher Zukunft präsentieren, erhielt er den renommierten Kurd-Lasswitz-Preis. Darüber hinaus arbeitete Hans Joachim Alpers als Übersetzer zahlreicher englischsprachiger Autoren.

Der PERRY RHODAN-Serie stand er in all den Jahren kritisch-distanziert gegenüber. "Natürlich kommt man an der Serie nicht vorbei", sieht er sein Verhältnis heute. "Sie ist nun mal das größte SF-Produkt aus Deutschland." Gelegentlich "schnupperte" er in die Serie hinein, ein regelmäßiger Leser wurde er allerdings nie.

Dass er jetzt das Taschenbuch "Nekrogenesis" zur größten SF-Serie der Welt beisteuert, findet er folgerichtig: "Ich wollte endlich einmal einen Beitrag zu dieser Zukunftsgeschichte beisteuern. Zudem reizte mich das Thema."

Heute lebt der Autor, Redakteur und Übersetzer auf einem 1818 erbauten Bauernhof in Nordfriesland. Wenn er sich nicht mit Literatur beschäftigt, kümmert er sich um seinen großen Garten, seine drei zugelaufenen Katzen oder entspannt sich beim DVD-Gucken (vorzugsweise alte Krimis aus den dreißiger und vierziger Jahren) sowie beim Hören von Garagenpunk aus den sechziger Jahren. Er ist seit 16 Jahren mit seiner Lebensgefährtin Karin zusammen.