25. Juli 2008
Sehr häufig behandle ich in meinen Logbüchern das Geschehen in der PERRY RHODAN-Erstauflage, wo der Zyklus um die
Negasphäre auf neue Höhepunkte zutreibt. Immer wieder aber empfiehlt es sich, in die Vergangenheit der Serie zu schauen, die schließlich nicht arm an weiteren Spitzenthemen ist.
Ein echtes Highlight der Serie steht jetzt in der fünften Auflage vor der Tür: Der Zyklus um die Gänger des Netzes, der von Band
1300 bis Band
1349 reicht, wird mit einem fulminanten Doppelband von
Ernst Vlcek abgeschlossen.
Ernst Vlcek, zu jener Zeit definitiv der wichtigste PERRY RHODAN-Autor, brachte mit seinen zwei Romanen das Geschehen um die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz ESTARTU - vorerst - zum Ende. Wobei sich schon damals abzeichnete, dass viele der daraus resultierenden Folgen bis in die Handlungsgegenwart reichen werden ...
Doch der Reihe nach: Die Gänger des Netzes sind in der Historie des Perryversums in erster Linie eine Organisation, die ein eindeutiges Ziel - der Kampf gegen die Tyrannei der Ewigen Krieger - mit einem »überhöhten Ziel« - gemeint ist der Schutz des
Moralischen Kodes - verbindet. Die Organisation existiert seit rund 50.000 Jahren; zur Handlungszeit der Bände
1300 bis
1349 gehören auch
Perry Rhodan,
Atlan,
Gucky sowie weitere Galaktiker zu ihnen.
Um zu reisen, benutzen die Gänger des Netzes die Stränge des Psionischen Netzes; dieses ist mit dem
Moralischen Kode verbunden, der unter anderem die Grundlagen für das gesamte Universum legt. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, die gesamten Hintergründe zu erläutern, für die innerhalb der PERRY RHODAN-Serie mehrere Romane nötig sind ... Wichtig ist aber, dass die damals sehr komplexe Handlung immer wieder aus der Sicht einzelnzer Menschen erzählt wird; vor allem
Perry Rhodan selbst kommt in Kontakt zu dem
Kosmonukleotid
DORIFER und erfährt mehr über dessen Hintergründe.
Der Höhepunkt dieses PERRY RHODAN-Zyklus steht jetzt bevor: »Die ESTARTU-Saga« ist der erste Teil des
Vlcek-Doppelbandes. In einem kosmischen Überblick erfahren
Perry Rhodan und Atlan mehr über die Geschichte der Querionen, die 50.000 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung beobachten, wie sich das Kosmunukleotid
DORIFER verändert. Darüber hinaus erkennen die beiden
Aktivatorträger aus der
Milchstraße, wie eng verbunden die Geschichte der Superintelligenz ESTARTU mit der Geschichte von
ES ist. (Erst im PERRY RHODAN-Roman
2000 werden dazu die entscheidenden Hintergründe enthüllt ...)
Das Geschehen steuert in »Chronik der Kartanin« auf eine kosmische Katastrophe zu: Auch hierzu will ich nicht zu viel verraten ... Hinterher hat sich auf jeden Fall das »Perryversum« grundsätzlich verändert.
Immerhin erfahren unsere Helden auch in diesem Band mehr über die Vergangenheit, in diesem Fall über die katzenhaften
Kartanin, die aus dem Universum Tarkan stammen. Wie ihre Geschichte mit der Frühgeschichte der Menschheit, der Superintelligenz ESTARTU und anderen Geschehnissen zusammenhängt, wird hier erstmals beleuchtet. Ein fantastisches Geschehen, das buchstäblich Äonen umspannt.
Der Doppelband, den ich hier vorstelle, ist keine ganz so einfache Lektüre: Vieles wird zusammengeführt, was vorher auf verschiedenen Schauplätzen entwickelt wurde; wer keine Vorkenntnisse hat, wird manches Mal nicht gleich verstehen, was gemeint ist. Gleichzeitig aber zeigt der Doppelband, wie fantasievoll der erst kürzlich verstorbene
Ernst Vlcek zu erzählen wusste und wie gut er es verstand, das »Perryversum« komplex und farbenprächtig zugleich darzustellen.
Ein absoluter Grund, mal wieder in die laufende Fünftauflage hineinzuschauen, wie ich finde.